( 38 ) Photovoltaik - im Streit der Meinungen ...

Ach , wie viele sehr kompetente Autoren haben schon geklagt :
„ Gegen Urteile kann man kämpfen , gegen Vorurteile nie „
( Handbuch der Zitate ) – daran werde ich erinnert , wenn
ich kritische Äußerungen zur Photovoltaik höre …

Zunächst ging es gegen die Subventionen , dann gegen die Kosten , dann kam das Totschlagargument : die Energie , die zur Erstellung gebraucht wurde , wird nie wieder eingebracht und nun kommt auch noch das unsinnige Argument von der Höhe der Co2 – Vermeidungskosten .

Erstens : das ist keine Dauer – sondern eine Anschubsubvention mit dem Ziel , die Produktionskosten zu verringern : das Ziel wird erkennbar erreicht :
die Stromgestehungskosten aus dieser Technik sind stark gesunken und werden weiter sinken ….
Zweitens : diese sinkenden Kosten einerseits und die natürlich ständig steigenden Kosten des Stroms aus den konventionellen Quellen andererseits führen dazu , dass die „ grid parity „ – die Konkurrenzfähigkeit zwischen konventioneller und erneuerbarer Energie zwischen 2011 und 2015 erreicht sein wird …
(siehe : der Weg zur grid parity ( Aktuelles) vom 16.9.07 )
Drittens : die energetische Amortisationszeit der Photovoltaik liegt nach zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen zwischen 2 und fünf Jahren , der sog Erntefaktor bei 7 – 10 …
und schliesslich viertens : die Photovoltaik wird gebaut , um Strom von der Sonne zu ernten – jede Kilowattstunde dieses Stroms braucht nicht aus dem Verbrennen endlicher Quellen wie Oel oder Gas zu kommen ; dabei wird auch Co2 vermieden : ein sinnvoller Nebeneffekt – „by the way“ sozusagen .
Wer diesen Vorwurf von der Höhe der Co2 Vermeidungskosten bringt , sucht geradezu ein Argument gegen die Photovoltaik : gegen Vorurteile kann man halt nicht kämpfen und nun zitiere ich gar Friedrich II von Preussen , den ” Alten Fritz ”:
„ wenn man Vorurteile zur Tür hinausjagd , kehren sie durchs Fenster zurück „

Martin Aßmann, 2007-10-12 10:39