(66) Energetische Sanierung

Energetische Sanierung des Gebäudes der ASSMANN VERWALTUNGSGESELLSCHAFT (AVG) in Braunschweig


Planung der energetischen Sanierung des Vorderhauses A..Blindow, Büro für Bauplanung und Energieberatung Blindow & Steuer, Delmenhorst; Planung der Hackschnitzelanlage und der Nahwärmeverbindung T. Röver, Planungsbüro für ökologische Haustechnik, Braunschweig; Bauleitung ASSMANN BERATEN+PLANEN, Braunschweig
Trägerschaft und wirtschaftliche Betreuung Martin Aßmann

Dieses Bürogebäude, ein ursprüngliches Wohnhaus aus dem Jahre 1892, wird heute von der ASSMANN Verwaltungsgesellschaft genutzt. Das Haus hat einen indiskutabel hohen Energieverbrauch (Gas) mit 261 kWh/qm,a – eine energetische Sanierung ist zwingend erforderlich!


urspr. Zustand:

Zustand nach der Sanierung


Im Anschluss an diese Sanierung wird die im rückwärtigen Hauptgebäude befindliche Oelheizung durch eine Hackschnitzelanlage ersetzt; dieser Kessel wird dann über eine Nahwärmeleitung mit dem Vordergebäude verbunden.

Die wesentlichen Sanierungsmaßnahmen :
1.Phase
Dämmung der Außenwand mit einem 10cm Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
An der Straßenfassade wurde statt Putz ein Flachverblender verarbeitet (Neuer U-Wert = 0,267 W/m²K )

Die Wirtschaftlichkeit nur dieser Maßnahme ist problematisch, da großer Wert auf gestalterisch anspruchsvolles Detail gelegt wurde; Das führt zu architektonisch guter Lösung, aber zu einer Amortisationszeit von fast 20 Jahren ….



Die Lösung, Qualität und Wirtschaftlichkeit zusammen zu fassen, ergibt sich mit der Realisierung der
2.Phase : Die eingangs erwähnte Umstellung der Heizung im Hauptgebäude und die Verbindung über eine Nahwärmeleitung mit dem Vorderhaus ( bestehender Gaskessel nur noch für die Spitzenlast und als Reservekessel) wird dazu führen, dass nach Durchführung dieser Maßnahme Primärenergieverbrauch CO²-Emissionen nochmals um über 80% gesenkt werden!

Die Summe der Investitionskosten beträgt ca 139000,-€(brutto); die Kosten hat der Eigentümer zu tragen; die Einsparungen In Höhe von etwa 60% der Heizkosten kommen dem Nutzer zugute;

wie in dem Beitrag 39 in dieser homepage „Energetische Sanierung, richtig gemacht, gibt’s nur Gewinner“ vom 31.10.07 dargestellt, gibt es wirklich nur Gewinner: zwischen Eigentümer und Mieter wird eine Vereinbarung getroffen, dass die Miete (z.B.)um 1,0%/anno erhöht werden kann; dann ergeben sich die folgenden Kostenentwicklungen:



Grundlage dieser Prognosen über die Kostenentwicklungen ist die Annahme einer 10%igen Kostensteigerung bei dem Gas und einer 5%igen Kostensteigerung bei Hackschnitzel.

Martin Aßmann, 2008-12-14 12:09