(72) Emissionshandel - Wunsch und Wirklichkeit

Weltweit besteht Einvernehmen, dass der Klimawandel von der Temperaturentwicklung dieser Erde abhängt und diese Veränderung vom CO 2 Ausstoß und dieser wiederum von unseren Lebensgewohnheiten und von der Art des Energieverbrauches – soweit besteht Einvernehmen.
Also setzt sich die Welt zusammen (nicht alle, wie wir wissen) und verabredet z.B. das Kyoto – Protokoll, indem ein folgenschweres statement vereinbart wurde, nämlich innerhalb des Emissionsrechtehandels die Emissionen dort zu senken, wo die Einsparung am günstigsten erfolgen kann. Das führt nun konsequent dazu, dass nicht der Ausstoß in t Co 2 maßgebend ist, sondern der Preis und das wird nun zur Spielwiese auch für Zocker, die gerade die gesamte Weltwirtschaft an den Rand einer Weltkrise gebracht haben.
Der Preis wird zum Parameter und dieser Preis ist dramatisch abgestürzt

Wäre doch schön, wenn so die Kurve des CO2 – Verbrauches aussehen würde ….
Wir wissen es, dem ist nicht so, und nun kommt die Wirklichkeit,die sich z.B. in den folgenden Aussagen darstellt:
“Der Unternehmer kann seine Emissionsrechte durch den Erwerb zusätzlicher Berechtigungen erweitern und wäre nicht verpflichtet, (z.B.) durch Änderung seiner Energieträger seine CO 2 – Emissionen zu senken” (1)
”..ist es Sinn des Emissionshandels, die Klimaschutzkosten zu minimieren und den Investoren die Entscheidungsfreiheit zu überlassen” (2)
” ....EU Unternehmen, können sich die notwendigen Emissionsrechte derzeit besonders günstig beschaffen..” (3)
Die Literatur ging von einem etwa stabilen „ Preis „ von ca 23 €/t CO2 aus(4) und nun diese Entwicklung..
Der Solarförderverein hat so unrecht nicht, wenn er schreibt:”der grundlegende Gedankenfehler beim Emissionshandel liegt darin, dass ein Handelssystem auf intelligente Art und Weise zwar immer nach der billigsten Ersatzmöglichkeit sucht und sie auch findet. Wir brauchen aber nicht die derzeit billigste Lösung mit einigen weniger % CO2, sondern eine schnelle CO2-freie Lösung.
Hier ist Ordnungspolitik gefragt, keine Marktwirtschaft,” Zitat Ende ( 5)

Arbeiten wir mit daran…...........................................unsere Erde zu erhalten

Lit:
(1)CO 2 Emissionshandel, IHK Schwerin
(2)Glos zur Genehmigung Kohlekraftwerk Moorburg (Presse: 30.9.08,BMWI)
(3)Spiegel online,4-2007
(4)Die andere Klima Zukunft, Kemfert, MURMANN
(5)Stellungnahme des SFV zum Spiegel online,(11.2.09)

Martin Aßmann, 2009-02-16 16:39