( 87 ) Nachwachsende Rohstoffe statt Öl oder Gas

Eine Nahwärmeverbindung zum Erdgaskessel des energetisch sanierten Vorderhauses der Verwaltung ermöglicht es, in etwa 90% der Zeit eines „normalen Heizjahres „ auf die Gasheizung zu verzichten und sichert gleichzeitig gegenseitige Redundanz: Störungen des Bürobetriebes im Falle irgendwelcher Lieferprobleme müssen unbedingt vermieden werden!

Rückblende:

… vor einem Jahr temperamentvolle Diskussionen in der Stadt Braunschweig: Fernwärmeabnahmezwang mit der Hauptbegründung (?):
“Reduzierung der Feinstaubbelastung“: das hielt einer kritischen Prüfung nicht stand und eine permanente Prüfung der Schadstoffbelastung – im Internet zugänglich –zeigt zweierlei:
1. die Belastung kommt zu 90% aus dem Verkehr und nicht aus Hausbrand und
2. die maximal mögliche Überschreitung der Grenzwerte von 50 mikrogramm PM 10 pro cbm wurde in den letzten 6 Monaten in Braunschweig an drei Tagen überschritten und zulässig wären 35 Tage im Jahr, alles im grünen Bereich!

Lob den Verantwortlichen:
Es war eine gute Entscheidung, den Fernwärmeabnahmezwang aufzugeben! Oder will man Monopole der Versorger durch Zwang am Leben erhalten und damit die notwendige Reduzierung von CO 2 bremsen? Manche Verbote sind wirklich überflüssig und auch die Versorger müssen damit leben, dass sich Bürger einen Ofen in ihr Haus stellen!
(s. Zf 62 dieser homepage vom 9.10.2008)

TECHNIK

Wirtschaftlichkeit
Ich gehöre zu den altmodischen Menschen, die nicht bei jeder Aktion erstmal danach fragen, wie hoch die Verzinsung ist und ob sich das rechnet.
Aber gut, unrealistisch darf es auch nicht sein und Spielerei auch nicht und ist es auch nicht:
Vorderhaus mit seiner energetischen Sanierung und Umbau der Kesselanlage im Hauptgebäude muss bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zusammen betrachtet werden:

Summe der Investition( netto):
Vorderhaus ca 75 000,- €
Hauptgebäude ( Kessel) ca 50 000,- €
(hier ohne die Kosten für die Sanierung des im Erdreich liegenden früheren Kohlenbunkers)

Brennstoffkostenersparnis ca 60% ;
Plandaten 2009/10 netto ca 7 100,- €/a

Die Abschreibungen werden angesetzt auf 50 Jahre bei dem Hauptgebäude und auf 20 Jahre bei der Kesselanlage und der Nahwärmeleitung;
Die Brennstoffkostenersparnis steigt jährlich nach den Erfahrungen der letzten Zeit und das wird so bleiben, da lege ich mich fest:

Das ist Naturgesetz – zu Ende gehende Ressourcen vs nachwachsende Rohstoffe!

Aber sicher: es gibt ein anderes Problem: die Investitionskosten trägt der Eigentümer und die Kostenersparnisse kommen dem Nutzer, dem Mieter zugute!

Ich verweise auf Zf 39 dieser homepage vom 29.10.2007:
energetische Gebäudesanierung, richtig gemacht, gibt’s nur Gewinner,
so haben wir das vereinbart und Gewinner sind die Nutzer und der Eigentümer und die Umwelt sowieso
..... ca 130 t CO 2 / anno vermieden

Martin Aßmann, 2009-09-19 21:07