( 90 ) Wärmeverbrauch reduziert (erstes Beispiel )

Vor zehn Jahren, nach Übernahme des Technologiezentrums Delmenhorst, erlebt :
Klagen von Nutzern :
es ist kalt in den Räumen ( im Winter )
es ist heiß in den Räumen ( im Sommer )
und die Kündigungen waren schon geschrieben;
Akribisch waren die Raumtemperaturen am frühen Morgen und am Feierabend notiert – indiskutabel !

Fensterflächen mit U = 2,8 W / qm,K , ( U max nach EnEV = 1,7 W / qm,K )
da kann der Arbeitsraum noch so eindrucksvoll aussehen, es wird doch unbehaglich und so schnell können die Heizkörper gar nicht Wärme liefern, wie sie durch die Fenster verloren geht!

Heizwärmebedarf 193,5 Kwh / qm,a – neue Fenster müssen her !!!
Die Simulation (Verfasser NEK Ingenieure Braunschweig) zeigt es :

Die Differenz des Wärmeverbrauches beträgt 194 – 143 = 51 kWh/qm,anno;
Das bedeutet bei einer Fläche des 2.OG von 876 qm
eine Einsparung von ca 45000 kwh/a

Für die vergleichende Betrachtung verschiedener Jahre müssen die Werte gradtagszahl – bereinigt werden (bezogen auf langjährige Mittel), und es muss berücksichtigt werden, daß unterschiedlich große Leerstände zu verzeichnen waren (2001 : 51% und 2003 : 16%);
es wird mit einer fiktiven Fläche gearbeitet: F(fiktiv) = F(genutzt) + 0,5 x F(leer)

Dann ergibt sich der folgende Wärmeverbrauch kWh je qm F(fiktiv)

Amortisation:
Die Kosten der Sanierung der Dachfenster betrugen ca 43000,- €;
Bei einer jährlichen Einsparung der Wärmemenge von ca 45000 kWh ergab sich bisher bei den von den Stadtwerken in Rechnung gestellten Arbeitspreisen
(hier ohne die etwa konstanten Grundpreise) der folgende Verlauf :

Die kumulierten Einsparungen
(die dem Nutzer zugute kommen), betragen bisher ca 16720,- € ;
bei einer angenommenen Kostenentwicklung der Fernwärme ( Gas) in Höhe von 8%/Jahr wird sich etwa im Jahr 2017 die Investition amortisiert haben.
Dem ordentlichen Kaufmann ist das viel zu lang, aber diese rein kaufmännische Betrachtung ist töricht: bei einem Verzicht auf diese Maßnahme ständen die Flächen im 2.OG leer und der Umwelt gegenüber müsste man sich schämen…..

Martin Aßmann, 2009-11-18 10:03