(100 ) Sah ein Knab ein Röslein stehn...

Bei dem Aufräumen alter Vorgänge entdeckt :

Einige Zitate aus einer Festrede, die ich 1994 als in jener Zeit Verantwortlicher zum

90-jährigen Jubiläum des Verbandes Beratender Ingenieure VBI

in Weimar halten konnte:

Goethe hat immer und überall nachgedacht und zu erdenken und zu verstehen versucht, aber dann im sokrates’ schen Sinn ( ich weiß, dass ich nichts weiß) erkannt, Zitat:“ wir leben mitten in der Natur und sind ihr fremd.
Sie spricht unaufhörlich mit uns und verrät uns ihr Geheimnis nicht. Wir wirken beständig auf sie und haben doch keine Gewalt über sie“
Und im Vergleich mit dem Knaben, der mit „einer Muschel das Meer zu erschöpfen sich vermaß”, empfiehlt er, „lasst uns das für unsere Zwecke Notwenige und Nützliche schöpfen“

Goethe hat das wunderschöne Gedicht geschrieben

Die „International Partnership Initiative“ Wolfsburg, die den Ideen des Club of Rome nahesteht, hat in ihrer Zeitung NEWS ein fiktives Interview mit Goethe geführt und die Theorie vertreten, dass dieses Gedicht eine erste Warnung vor der Zerstörung der Natur darstelle.
Bei aller Hochachtung vor dem großen Alten von Weimar – dieser Theorie folge ich nicht, ich glaube, hier hatte Johann Wolfgang an ein schönes Mädchen gedacht,
an ein schönes Heideröschen…

… es macht Spaß,aufzuräumen

Martin Aßmann, 2010-04-06 11:28