( 114 ) Deprimierende und gute Notizen im Jahre 2010

Natürlich, jedes Jahr zeichnet gute und weniger gute Spuren und jeder erlebt das
– so ist das Leben!
Jeder erlebt das und dennoch hier einige ganz persönliche Notizen :
In der Energielandschaft beobachtet :

Die erneuerbaren Energien werden zum Sündenbock gemacht –
darauf wird in Kürze mit nachweisbaren Zahlen eingegangen.

In dieser kurzen Notiz zum Jahresende nur das folgende erstaunliche Ergebnis

Die Stromverbraucher haben in dem gleichen Maße höhere Stromkosten zahlen müssen,
wie die Gewinne der großen Versorger gestiegen sind .
Die Summe der Gewinne der Versorger E.on, RWE, EnBw sind in den Jahren 2002 bis 2009
von 5,77 Mrd auf 23,04 Mrd pro Jahr gestiegen ( Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes) und auch die von E-ON beauftragte Gegenstudie von Frontier Economics stellt das nicht in Frage; dennoch wird protestiert gegen die Erhöhung der Umlage für erneuerbare Energie um 1,5 ct/kWh.
(Pressemitteilung des Bundes für Energieverbraucher).

Um nicht falsch verstanden zu werden: das Grundprinzip der grundsätzlich erfolgreichen Wirtschaftspolitik unseres Landes, nämlich der Anreiz, Gewinn zu machen, wird natürlich nicht infrage gestellt, aber wenn es schwieriger wird, sollte man nicht falsche Schuldige suchen!
Aber das, was bei EVU’s im Großen zu beobachten und zu kritisieren ist, kann man persönlich vor der eigenen Haustür beobachten: das Verhalten mancher Verantwortlicher incl. Ihrer juristischen Berater ist erschreckend und eignet sich nicht mehr zur Veröffentlichung und das führt dann zu einem Teil dieses Jahresrückblickes: deprimierend!

Wie schön und mutmachend die guten Nachrichten :
Mein Nachfolger als primus inter pares in der ASSMANN BERATEN + PLANEN Braunschweig,
Prof Dr. Jochen Scheuermann,

schreibt in seinem Brief zum Jahresende :

„ Ich fahre im dichten Schneetreiben durch’s tief verschneite Polen: Eine fast unberührte Winterlandschaft, ein erstes Vorweihnachtsgefühl stellt sich ein. Trotz Hektik, trotz Terminnot!

Wie selbstverständlich telefoniere ich mit Braunschweig, Moskau, Magdeburg und Dresden, kurzer Austausch, kleine Anweisungen und Unterlagen, Planungen gehen auf den Weg zum Kunden, an Interessierte und Kollegen.

Gleich werde ich in Polen ankommen. Wie selbstverständlich wird mir ein Kaffee serviert, ohne Aufforderung werden Autoscheiben gereinigt, das Wischwasser ergänzt.

So, und jetzt frage ich mich, warum bin ich eigentlich unzufrieden? Klar, die wirtschaftlichen Ergebnisse hätten besser sein können. Aber Mitglied eines Teams zu sein, in dem ohne Zaudern ein Zahn in den anderen greift, in dem Akzeptanz und gegenseitige Achtung noch Werte darstellen, in dem Arbeiten noch Spaß macht….

Bei allen Problemen, Unbillen und dem persönlichen Ärger bleiben wir gerecht! „

Zitat Ende, dieser Brief hat mich gefreut : Mitglied eines Team zu sein, in dem Arbeiten noch Spaß macht, das ist im Saldo wichtiger als die Knüppel, die von Zeit zu Zeit geflogen kommen – man kann sie zur Seite räumen!

Auf ein Neues im Jahre 2011!

Martin Aßmann, 2010-12-27 09:37