( 117 ) Solarförderung, Freunde nicht solche Töne

Die Rückvergütung für den Strom, der aus Photovoltaikanlagen stammt,
wurde regelmäßig gesenkt und nun ist, abhängig von der Größe des weiteren Anstiegs der PV – Investitionen, ggf eine erst für den Jahresbeginn 2012 vorgesehene Reduzierung der Fördersätze bereits zum 1.7.2011 vorgesehen.

:
Das führt zu zornigen Kommentaren von dem Solarenergie – Förderverein (SfV), man ist alarmiert, prognostiziert ( wie früher schon öfter ) das Ende der Solarwirtschaft und initiiert Briefe an alle Bundestagsabgeordneten, die Zustimmung zu verweigern. Man initiiert böse Protestbriefe – das ist Lobbyismus pur –
Freunde, nicht solche Töne, bleibt auf dem Teppich!

Ich behaupte:
Die Kosten neu errichteter Anlagen sind stärker gefallen, als die Einspeisevergütungen.
Bei den von mir in den letzten zehn Jahren errichteten neun Anlagen betrugen die Kosten der Anlage im Jahr 2010 :
43,9% der Kosten der Anlage von 2001,
Erträge der Anlage im Jahr 2010 :
65,2 % der Erträge des Jahres 2001

und ich vermute, das ist durchaus repräsentativ !

Aber nochmals der SfV, hier ein wenig ermutigend und nach dem Motto:
Freunde nicht diese Töne! Sondern lasst uns angenehmere anstimmen und freudenvollere

kann man zitieren aus einer Pressemitteilung des SfV vom 28.1.2011 :.:
„Obwohl der SfV ein schnelles Ausbautempo wünscht, hält er eine geringe, jährlich gleiche, Absenkung der Einspeisevergütung um 5% jeweils zum 15. Dezember aus psychologischen Gründen für notwendig.
„……… die vorgeschlagenen 5 Prozent haben den Vorteil, das der Anreiz zum Bau neuer Anlage am Tag des Übergangs kaum geringer wird.“

Aber doch auch wieder zu der von BMU, SPD, Grünen und dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) vertretenen Position (Absenkung abhängig vom Wachstum),
Zitat :
„ … die Gegner der PV fühlen sich sogar noch bestätigt, wenn anerkannte Freunde der Photovoltaik selbst eine Reduzierung des Wachstums für richtig halten.
Die privaten Solaranlagenbetreiber fühlen sich im Stich gelassen und werden teilweise als „ Abzocker“ öffentlich beschimpft.„

Zitat Ende. ( ÖDP, DIE LINKEN, und Solarenergie – Förderverein )

Aber es muss leider auch gesagt werden:
Der SfV vertut sich auch kräftig mit nicht machbaren Forderungen:
( siehe Solarbrief 1 / 2009 )

Und jetzt, im Heft 4/2010

Hier hat der SfV recht :

Was nutzt uns der Strom, den wir im Juni oder Juli geerntet haben, in diesen kalten und dunklen Tagen im Januar und, verehrte Freunde des SfV : mit einer LKW – Batterie im Keller ist es wahrlich nicht getan (und auch nicht mit mehreren).- wir sprechen nicht über Tagezyklen, wir haben ertragsarme Zeiten von mehreren Monaten –

In diesem homebook wird in Kürze mehr darüber berichtet und am 15.3.2011 haben wir das Thema in den Delmenhorster Gesprächen über Klima und Energie …….

Martin Aßmann, 2011-01-31 10:37