( 135 ) Geliebt , gefördert – zukunftsfähig ? Solarenergie.

Unter diesem Titel hatte der Braunschweiger Energieversorger
BS – ENERGY am 7.2.2012 in das Braunschweiger Energiecafe eingeladen

( Herr Gronstedt wurde durch Hern Prof. Dr. Engel ,TU Braunschweig vertreten )

Aus der schwierig gestalteten Diskussion zunächst ein grundlegender Dissenz:

Kann man ernsthaft die Photovoltaik verteufeln wegen der hohen CO 2 – Vermeidungskosten und das in ein Verhältnis setzen zu möglichen Ergebnissen des
umstrittenen Emissionshandels ?
——-Einschub : SPIEGEL 7 / 12 : im Artikel „ Heiße Luft“ : „ ….Der Emissionshandel bremst den Klimawandel nicht, sondern beschleunigt ihn vielmehr“
Oder spinnt der Spiegel auch hier, Einschub Ende——-

Ich behaupte : man kann es nicht, und so löste schon der erste Satz des Statements von Prof. Dr. Weimann bei mir Widerspruch aus :
Seinen ersten Satz :“ die Photovoltaik wird gebaut , um CO 2 einzusparen“, bestreite ich kategorisch und ich sage , sie wird gebaut , um nicht mitzumachen an dem schon fast strafwürdigen Verbrennen der Ressourcen dieser Erde.
Wie kann man als Hochschullehrer die Ressourcenfrage einfach vom Tisch fegen wie ein lästiges Insekt mit der bequemen Aussage:
es gibt noch gibt noch genug Gas und Öl ..!
Solche Diskussionsbeiträge sind verantwortungslos!
Auch wenn es sicher richtig ist, daß man hier oder dort mal wieder etwas findet ,
was man ausbeuten kann und damit die Ressourcenreichweite erhöht.:

noch hundert Jahre oder zweihundert oder fünfhundert Jahre , na und ??
Die Ressourcen dieser Erde sind in Millionen Jahren gewachsen und werden nun in einem erdgeschichtlichen Wimpernschlag verbrannt – nach uns die Sintflut ????

Man kann das Mißverhältnis zwischen der Summe der Förderhöhen und der immer noch geringen Summe des Solarstromes beklagen und man kann Kritik üben an der Tatsache, daß durch die Umlage der Fördergelder für „Erneuerbare“
(Wasser, Wind , Sonne ) auf alle Stromkosten auch Mitbürger belastet werden, die den Cent dreimal umdrehen müssen und heute keinen unmittelbaren Nutzen haben , aber diese Mühe wird sich nachhaltig lohnen :

Die Kosten , die der Verbraucher aufbringen muss für den Strom, setzen sich zusammen

– grob vereinfacht, ich weiß es, aber es ist dennoch zutreffend –
aus Anlagenkosten ( sie steigen im Verhältnis der Inflationskosten )
und den Kosten der Energie und die steigen bei knapper werdenden Ressourcen immer stärker und die sind NULL bei Wind oder Wasser oder Sonne –
hier hat Franz Alt schon recht : die Sonne schickt uns keine Rechnung…

und so wiederhole ich meine Vision 2025 :
( s. Beitrag 134) : die Stromkosten für den Verbraucher werden im Jahre 2025 etwa 40 ct/kWh betragen und die Kosten für den Strom aus der Sonne liegt dann bei
25 ct / kWh ….

Auf die Probleme, die es unbestritten gibt,
wird in dem folgenden Beitrag 136 hingewiesen :

„ Bedroht die Finanzindustrie die Solarförderung ???

Martin Aßmann, 2012-02-20 11:04