( 157 ) Der spinnt , der Lomborg und der Spiegel auch….

Der Spiegel gibt im Heft 12 / 2013 dem Statistiker Björn Lomborg aus Kopenhagen mal wieder Raum für einen Debattenbeitrag : „Erdgas gegen den Klimawandel“,
unfassbar !
In dem gerade erschienenen Buch „ Die Klimafalle“ ( 1 ) wird Björn Lomborg als
das „Enfant terrible“ der Klimaforschung bezeichnet und der Professor bestätigt in dem Debattenbeitrag diese Einschätzung nachhaltig.

Der Kern des Beitrages konzentriert sich auf die Subventionen, die in Deutschland für die Entwicklung der Solarenergie ausgegeben wurden, und setzt diese Beträge ins Verhältnis zu erreichten Minderungen des CO 2 Ausstoßes und zu der damit erreichten Temperaturabsenkung: eine gigantisch falsche Grundlage aller weiteren Zahlenspielereien mit Statistik – fleißiger Blödsinn!

In diesem homebook war bereits in dem Beitrag 134 vom 30.1.2012 auf den Fehler hingewiesen, die CO 2 Vermeidungskosten von (z.B.) Photovoltaik als Grundlage der Beurteilungen zu nehmen und in dem Beitrag 36 vom 22.7.2007 wurde notiert, wie unterschiedlich die Beurteilungen von Klimaforschen zu den Frage von Temperatur und CO 2 ausfallen. Die zum Teil „offenen Feindschaften“ von Forschern ist auch das Thema des eingangs erwähnten Buches „Die Klimafalle“ und auf diesen fragwürdigen Grundlagen wird nun von Lomborg mit Statistiken gespielt – bienenfleißig!

Beispiele ?
Erstens :

Zweitens :
Zitat : „ Nach Schätzungen der Bundesregierung wird die 100 Mrd – Investition für Solaranlagen den CO 2 Ausstoß innerhalb der nächsten 20 Jahre um 12,8 Millionen Tonnen pro Jahr senken. Setzt man die CO2 Verringerung in die aktuellen Klimamodelle ein, ergibt sich ein Temperaturrückgang um weniger als 0,0001 Grad Celsius bis zum Jahr 2100“
Drittens :
Zitat : „ Wie eine Analyse der australischen Produktivitätskommission ergab , kostet die Vermeidung einer Tonne CO 2:
44 Euro durch den Bau konventioneller Windkraftanlagen,
122 Euro bei der Offshore – Windenergie,
136 Euro bei der Biomasse und sogar
622 Euro bei der Errichtung von Solaranlagen“

Und dergleichen mehr : alles am Thema vorbei !

Nochmals ( wie im Beitrag 154 ) zitiert aus dem Buch
Die kalte Sonne „ ( 1 ) Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet :
„99,98 % des gesamten Energiebeitrages zum Erdklima stammen von der Sonne, bereits kleinste Änderungen der eingestrahlten Energiemenge vermögen daher große Wirkung zu zeigen“

Ich maße mir nicht an, zu beurteilen,
ob der Forscher A recht hat oder der Forscher B.
Aber ich stelle fest, dass es schlicht unseriös ist, angesichts der unterschiedlichen Beurteilungen des Einflusses von CO 2 solche unsinnigen statistischen Spielereien zu machen!

Es ist in Wirklichkeit doch ganz einfach : erneuerbare Energie ist notwenig , weil die Ressourcen begrenzt sind und mit den kritisierten Subventionen ist erreicht worden, dass der Strom aus der Sonne ( z.B. ) nicht mehr teurer ist als der Strom aus Kernkraft oder Gas oder, ( schrecklich ), Erdoel
( wenn man es richtig rechnet ) ( siehe Beitrag 156 „ Die Strompreislüge“ )
Ich freue mich auf die 5. Delmenhorster Gespräche mit dem Vortrag
von Sven Plöger :Klimawandel : sind wir Opfer oder Täter ( Beitrag 154 )

( 1 ) Die Klimafalle ( von Storch , Krauß ) , HANSER
( 2 ) Die kalte Sonne ( Vahrenholt, Lüning ), Hoffmann und Campe

Martin Aßmann, 2013-03-21 12:47