( 170 ) Nochmals : eine unmögliche Konstruktion: die EEG – Umlage

Die Braunschweiger Zeitung titelt in ihrer Ausgabe vom 16.Juni 2013:

Schrumpfende Preise, wachsende Rechnungen

und schreibt: „ Die Preise an der Leipziger Strombörse fallen in atemberaubendem Tempo ins Bodenlose, doch die Kunden spüren nichts davon“…
„Die Preise für den Endkunden steigen nicht trotz,
sondern wegen der sinkenden Kurse an der Strombörse“ – es liegt hier tatsächlich eine (eigentlich unredliche) Mischung vor:
Zitat : „ Das Erneuerbare Energiengesetz (EEG) sichert den Produzenten von Ökostrom über 20 Jahre eine Preis für ihre Produkte, zu über Marktniveau liegt“,
Zitat Ende

Zunächst : der Anstieg der Stromrechnung liegt seit 30 Jahren auf diesem Niveau,
aber unabhängig davon :
der Anteil des Ökostroms, dem hier erkennbar der schwarze Peter zugeschoben wird,
betrug 2009 16 % am gesamten Stromverbrauch und der Preis für diese Ökoprodukte
kommt jetzt auf Marktniveau, aber dennoch, status quo, dieses deprimierende Bild:
(Quelle BZ online 14.6.2013)

Ich verweise auf den Beitrag 155 vom 28.2. 2013 in diesem homebook:

EEG – Umlage, was für eine Konstruktion

und ich zitiere nochmals Claudia Kemfert: „Die Situation ist wahrlich paradox: der grüne Strompreis macht den Börsenpreis billiger, doch der Strompreis steigt“

Man muss sich schon die Graphik im Beitrag 155 :

Kalkulation EEG – Umlage lt EEG (Einzelheiten zu den Regelungen des Gesetzes)

in Ruhe betrachten und man muss nicht Börsianer sein, um zu erkennen, dass so etwas nicht funktionieren kann:
Ausgleich des sinkenden Börsenpreises ( Angebot / Nachfrage ) durch eine sog „Marktprämie + übrige Kosten + Kontenausgleich“

Diese „ Prämie + Kontenausgleich“ betrug 2,82 Mrd im Jahr 2012 und stieg dann
auf 19,90 Mrd im Jahr 2013“ – FAKTOR SIEBEN !

und die politisch emotional diskutierte EEG – Umlage stieg um 47%
von 3,59 ct / kWh auf 5,277 ct / kWh ( ! )

und das Ergebnis sehen wir in dem oben dargestellten Bild !!!!

Martin Aßmann, 2013-06-17 09:18