( 175 ) Energetische Sanierung, bezahlt aus ersparten Heizkosten….

Wenn der Heinz Mustermann sich entscheiden möchte, eine energetische Sanierung seines Hauses vorzunehmen oder die Heizung umzustellen,
( z.B. von Öl auf Pellet oder Hackschnitzel ), wird er sicherlich an die Umwelt und an den Ressourcenschutz denken, aber er wird natürlich auch prüfen
( zu prüfen haben ), ob das wirtschaftlich vertretbar ist .
In der Vorplanung werden die Kosten geprüft und Prognosen gewagt und später dann wird es klar, ob richtig oder unrichtig in die Zukunft geschaut wurde.
Hier mache ich das mal umgekehrt :
was wäre gewesen, wenn man nichts gemacht hätte.
Das ist kein Kaffeesatz, sondern es sind Fakten!

Bei dem Bericht innerhalb des Beitrages 105 sind die Bürogebäude der
ASSMANNGRUPPE gezeigt – das Vorderhaus wird hier als Musterhaus bezeichnet ;

Hier wurde durch die 2006 durchgeführte Optimierung der Warmwasserbereitung und durch 2008 vollzogene energetische Sanierung der Wärmeverbrauch
von ca 100 000 kWh/ anno auf ca 60000 kWh / anno gesenkt.
Ein weiteres Jahr später wurde das Gebäude mit einer Nahwärmeleitung an die im Hauptgebäude eingerichtete Hackschnitzel – Heizung angeschlossen.

In einer hier notwendigen Kurzdarstellung wird das Ergebnis eines fiktiven Vergleiches vorgestellt : wie hätten sich die Heizungskosten entwickelt , wenn nichts verändert worden wäre im Vergleich zu den tatsächlichen Zahlen bis heute
( 5 Jahre ) und prognostiziert für die folgenden 15 Jahre;

Die Investitionskosten, die hier für die energetische Sanierung des Hauses erforderlich waren, liegen bei etwa 68 000,- € (netto ) ; diese Zahl könnte niedriger sein, wenn man nur das Ziel „energetische Verbesserung“ verfolgt hätte – aber wenn nun schon Gerüste gestellt und Handwerker tätig werden, wird man mehr tun für ein gutes Erscheinungsbild und das Entscheidende : die Investition trägt sich trotzdem aus eingesparten Wärmekosten .

Natürlich muss man aktuell prüfen , welche Mittel zu welchen Bedingungen verfügbar sind ;
In dem folgenden Rechenbeispiel wurde ein KfW – Kredit
( 100% FK = 70 000,- € , 0% EK ) zugrunde gelegt :
Laufzeit 20 Jahre ; Verzinsung 2,35% .

Dabei ergibt sich der folgende „cash-flow „:

Die folgenden Parameter liegen zugrunde :

Abbau der Kreditschuld durch die vertragliche Tilgung ( 3500,- € / anno)
und durch die eingesparten Heizkosten ( siehe Diagramme )

Kostensteigerungen von Gas in den letzten Jahren ca 5% / anno
( … so fortgesetzt …)
Kostensteigerung der hier berücksichtigten Verwendung von Hackschnitzel
( ca 4% / anno )
( siehe Beitrag 150 : „ Kosten stabil… )

Die verwendeten Zahlen für anteilige Hackschnitzel sind nur ein Schätzung auf der Basis von beheizten Flächen, es ist eben ein „ Musterhaus „:
Eine Diskussion aller Zahlen für Hauptgebäude und Vorderhaus und Nahwärmeverbindung wird folgen – die Zahlen sind dann rechnerisch vollständig.

Einwände werden kommen und sie sind richtig : es gibt einen Zeitversatz zwischen den erforderlichen Zahlungen von Tilgung und Zins einerseits und den Einsparungen von Heizkosten andererseits : über die Laufzeit gesehen erscheint das objektiv nicht gravierend :
einer Vorleistung von ca 60 000 ,- € stehen ca 80 000,- geringere Ausgaben nach Ende der Laufzeit gegenüber

Bechreibung der Maßnahme an diesem Haus in den Beiträgen 66 +78 + 87 …

Es ist eindeutig : die Sanierung und Verbesserung wird getragen aus den ersparten Heizkosten und eine wesentliche Reduzierung von CO 2 und Ressourcen kommt hinzu …..
korrigierende Ergänzung 2013-11-25

Martin Aßmann, 2013-07-25 08:38