( 180) global denken, lokal lenken : integrierte Klimaschutzkonzepte(IKK)

Das IKK ist eine begrüßungswerte Initiative des Bundes: es soll, wie es heißt,
„ konkrete Maßnahmen zur Erreichung der beschlossenen nationalen Klimaschutzziele benennen sowie den Klimaschutz als Bestandteil des kommunalen Umweltschutzes integrieren. Ein IKK stellt somit eine strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für Kommunen…dar“(wikipedia)

Es sollen Potentiale für Energieeffizienz , Energieeinsparmöglichkeiten und den Ausbau erneuerbarer Energien zum verminderten CO 2 – Ausstoß ausgewiesen werden.

Inzwischen gibt es Ausarbeitungen zahlreicher Kommunen und weitere sind in Arbeit. Der status quo wird festgestellt ( so gut es geht), der gegenwärtige Stand
der Bemühungen um CO 2 – Reduzierung wird ermittelt und es wird versucht,
Prognosen für die Folgejahre zu erstellen, ( so gut es geht ) – alles lobenswerte Bemühungen !

Trotzdem Zweifel ? Ja, denn der Teufel liegt im Detail !

Nicht immer, denn häufig berücksichtigen sie zu wenig die Tatsache,
daß sich unsere Gewohnheiten und unserer Lebensalltag dramatisch verändert

- die demographische Entwicklung!
Hier das Bild in Deutschland

einerseits :
wir werden älter und bequemer und anspruchsvoller und pflegebedürftiger
( siehe Beitrag 179 : „ rebound – ein Naturgesetz ? „)
(z.B: Wohnfläche pro Einwohner verändert sich von 12 qm in 2012 auf 60 qm in 2030)
andererseits : Die Anzahl der PKW nimmt trotzdem ungebremst zu :


(….und sie werden größer und schwerer und verbrauchen mehr und haben einen größeren CO 2 Ausstoß….)

Ja, die gibt es, und das wird besonders deutlich bei dem Fernwärmezwang, den es in manchen Städten gibt:

Beispiel Halberstadt :
Zitat aus der Stadtratsitzung :
„ Wir sind besonders enttäuscht, weil aus unserer Sicht die Hintergründe
nicht ökologischer sondern ökonomischer Sicht sind „..
( Wohnungsbaugenossenschaft Halberstadt) .
Das ist der Punkt : die ökonomische Sicht und nun müssen die Kommunen,
die „ konkrete Maßnahmen zur Erreichung der … Klimaschutzziele“
erarbeiten sollen, entscheiden : Ökologie oder Ökonomie !

Zitat aus der Klimasatzung der Stadt : § 10.(2)

Holz und Pellet sind CO 2 – neutral (!!) , Interessen – Kollision ?
Ich denke auch an das Gespräch mit dem Aufsichtsratvorsitzenden einer
Stadtwerke – GmbH, als es darum ging, eine Pellet Anlage zu bauen :
„njet, das bedeutet eine Reduzierung unseres Wärmeverkaufes …..“

Auch die Stadt Braunschweig stand kurz davor, einen Zwang einzuführen.
Meine Meinung dazu habe ich in dem Beitrag 54 vom 25.6.2008
( „Fernwärmezwang“) dargelegt, wie auch in dem Beitrag 62 vom 9.10.2008
(„Lob den Verantwortlichen“) zu der guten Nachricht,
daß eben dieser Zwang nicht kommen wird:

Auszug aus dem Beitrag 62:

Die Begründung mit der Feinstaubbelastung ist völlig unredlich!
In dem Beitrag 54 ist dargelegt, dass nur etwa 10% der Staubbelastung aus der Heizung kommen ( alles andere ist der Verkehr) und diese damalige Aussage kann auch heute betätigt werden : wir messen den Feinstaub in Delmenhorst stündlich ,
(ca 8760 Meßwerte pro Jahr ! ) , wir hätten die Zahlen verfügbar !

(VORSICHT : Aßmannn, bleibe korrekt und denke daran:
das Feinstaubmeßgerät (Derenda) ist zertifiziert für den Staub
aus Brandenburg und nicht für den Staub aus Niedersachsen oder Bremen,
daß ich das doch ständig vergesse !!!) …..

Martin Aßmann, 2013-09-09 08:47