( 196 ) Vorsicht vor Schlagzeilen : je dramatischer, desto fragwürdiger …

1) Braunschweiger Zeitung am 21.11.2013: „Heizöl so günstig wie lange nicht„
2) Braunschweiger Zeitung am 27.12.2013 : „2013 : teuerstes Heizjahr der Geschichte“
Wie passt das zusammen?
Zu 1 : Man meint zunächst, dass wäre eine Momentaufnahme und ein Ratschlag an Max Mustermann, jetzt Öl zu kaufen, wenn es geht in Tank und Konto, aber dieser Pressebericht, das erstaunt dann doch , will einen grundsätzlichen Eindruck vermitteln :
Zitat : Oliver Klappschuss, Geschäftsführer des Verbraucherportals Heizoel 24, geht davon aus, dass die Heizoelpreise sogar noch sinken könnte. Die USA fördern viel Öl, um weniger von den erdölproduzierenden Ländern abhängig zu sein. Diese wiederum haben derzeit sogar Probleme, ihr Rohöl abzusetzen. Zitat Ende.
Wenig glaubhaft , dieser Optimismus :
So sah es aus mit den wilden Sprüngen von 2006 bis 2012 :

Zu 2 : Die BZ bezieht sich auf eine Studie vom Hamburger Institut Energycomment;
Hier ein Zitat aus dieser Studie:

Es wird eine Verdoppelung der Heizölpreise bis zum Jahr 2020 prognostiert und die folgende Graphik veröffentlicht :

Ich bin kein Spieler, aber ich sage doch:
es wird so weiter gehen, ( Schwankungen inbegriffen ), und man kann nur hoffen,
daß damit endlich Schluss ist mit dem Gerede
„ energetische Sanierung rechnet sich nicht „ ,
ein Gerede , welches auf den Prognosen basiert :
„Steigerungen der Wärmekosten 1,4 % /anno oder NULL
( siehe Beiträge 188 und 194) . Und unabhängig von diesen EURO-Spielereien: Umstellung der Heizung ist erforderlich,
Öl ist zu knapp und zu wertvoll, um verbrannt zu werden!

Martin Aßmann, 2014-01-23 15:55