( 13 ) Diskussionen zur Staatsverschuldung

Am 10.4.2006 bringt die Braunschweiger Zeitung einen Gastkommentar zum Thema Staatsverschuldung und der Verfasser ist der Präsident des Bundes der Steuerzahler ,Dr. Karl Heinz Däke und er hat natürlich die Kompetenz , auf die skandalöse Verschuldung , verursacht über viele Jahre von allen Parteien , hinzuweisen .
Dennoch eine kritischer Kommentar zum Kommentar :

Erster Hinweis : diese schrecklichen Zahlen ,Zitat : „ jedes neugeborene Kind wird vom Vater Staat mit einer Schuldenlast von 18 000 EURO begrüßt „, Zitat Ende ignorieren die Tatsache , dass diesen Passiva natürlich Aktiva , geschaffene Substanzen , gegenüberstehen . In jeder Bilanz der Wirtschaft würde das ausgewiesen , die Kameralistik des öffentlichen Haushaltswesens weist das systembedingt nicht aus .
Das wird deutlich , wenn bei öffentlichen Händen Privatisierungen realisiert werden ( „ Tafelsilber verkauft wird „ ) ; Beispiel Stadt Braunschweig : hervorragend und richtig denn diesem Tafelsilber standen doch Schulden gegenüber , die ständig zu hohen Zinsbelastungen im Haushalt führten . Zweiter Hinweis : Die Forderung von Däke nach einem grundsätzlichen Kreditaufnahmeverbot ist nicht der richtige Weg , da dann in brutalstmöglicher Form Investitionen , die notwendig sind , verhindert werden . Die Forderung muss lauten , Kredite grundsätzlich zu tilgen ! Ich habe im Februar 1996 – vor zehn Jahren ! – seinerzeit als Präsident des Verbandes Beratender Ingenieur VBI in der Zeitschrift „ Die Bauverwaltung , Bauamt & Gemeindebau „ auf das Problem der Finanzierung öffentlicher Baumaßnahmen hingewiesen mit dem Aufsatz :
Die öffentliche Hand tilgt nicht – ein Dogma und sein Folgen . Mit fachlicher Unterstützung durch den Gutachter Prof . Dr. Gerke (Nürnberg-Erlangen) wurden Beispiele schrecklicher Finanzierungen nachgewiesen , entstanden aus der Tatsache fehlender Tilgung und laufender Haushaltsbelastung durch Zinsen , es wurde ein von den Ingenieurverbänden entwickeltes Consultingmodell gegenübergestellt , bei dem eben nach ( z.B.) 20 Jahren eine schuldenfreie Substanz für den Bauherren geschaffen war im Gegensatz zu dem üblichen Verfahren, wo Schuld und Zinsen bleiben – von Politik und Verwaltungen nicht umgesetzt , eine fast sträflicher und in jedem Fall deprimierender Vorgang .
Martin Aßmann, 2006-04-14 09:30