( 176 ) Die Temperatur steigt, die Leistung sinkt ….

Das gilt für uns Menschen (für mich jedenfalls), aber es gilt auch,
man wundert sich, für die Module von Photovoltaikanlagen;
ein Problem, das die Fachleute kennen, das aber doch erstaunt….

Bei der Anlage in der Nordstr. in Braunschweig habe ich es mir im Detail angesehen, auch ausgelöst durch die große Hitze in diesen Tagen.
Hier ist der Beweis :

In der 29. und 30. Kalenderwoche stiegen die Tagesmitteltemperaturen ( 2 ) von
17,00 grad auf 27,75 grad und die Energiewerte fielen von 5,61 auf 4,99 kWh / kWp !

Neben diesen Zahlen spielt auch die Stetigkeit oder Unstetigkeit eines schönen Sonnentages eine Rolle.
( folgende Daten von SOLAR LOG )
Das wird erkennbar aus dem Verlauf am 18.7. .
Energieertrag 4,56 kWh / kWp ( unsteter, gestörter Verlauf) :

Am 22.7. sieht das schon besser aus :
Energieertrag 6,12 kWh / kWp (steter, ungestörter Verlauf)

Also : es ist schon so : wenn die Module zu heiß werden, leisten sie weniger,
geht’s uns nicht auch so ??

Das verleitet mich zu einem Einschub, der nun mit Photovoltaik garnichts zu tun hat :
Bei 10 grad kann jeder arbeiten, aber bei 30 oder gar 40 grad wird es schon schwieriger und so sollten wir im Norden Europas eine Überheblichkeit gegenüber dem Süden ganz schnell ablegen!
Rudolf Hagelstange hat das schön beschrieben in seiner Erzählung über eine Reise der Gruppe 47 durch das große Russland ( 1963 ) ( 1 ) , Zitat :

das Wetter ist es ….

(1 ) „ Die Puppen in der Puppe„ ( (heute statt eskimo : Inuit…)
(2 ) Tagesmitteltemperatur = ( t früh + t Mittag + 2 x t abend ) / 4

Martin Aßmann, 2013-08-05 07:51  

( 175 ) Energetische Sanierung, bezahlt aus ersparten Heizkosten….

Wenn der Heinz Mustermann sich entscheiden möchte, eine energetische Sanierung seines Hauses vorzunehmen oder die Heizung umzustellen,
( z.B. von Öl auf Pellet oder Hackschnitzel ), wird er sicherlich an die Umwelt und an den Ressourcenschutz denken, aber er wird natürlich auch prüfen
( zu prüfen haben ), ob das wirtschaftlich vertretbar ist .
In der Vorplanung werden die Kosten geprüft und Prognosen gewagt und später dann wird es klar, ob richtig oder unrichtig in die Zukunft geschaut wurde.
Hier mache ich das mal umgekehrt :
was wäre gewesen, wenn man nichts gemacht hätte.
Das ist kein Kaffeesatz, sondern es sind Fakten!

Bei dem Bericht innerhalb des Beitrages 105 sind die Bürogebäude der
ASSMANNGRUPPE gezeigt – das Vorderhaus wird hier als Musterhaus bezeichnet ;

Hier wurde durch die 2006 durchgeführte Optimierung der Warmwasserbereitung und durch 2008 vollzogene energetische Sanierung der Wärmeverbrauch
von ca 100 000 kWh/ anno auf ca 60000 kWh / anno gesenkt.
Ein weiteres Jahr später wurde das Gebäude mit einer Nahwärmeleitung an die im Hauptgebäude eingerichtete Hackschnitzel – Heizung angeschlossen.

In einer hier notwendigen Kurzdarstellung wird das Ergebnis eines fiktiven Vergleiches vorgestellt : wie hätten sich die Heizungskosten entwickelt , wenn nichts verändert worden wäre im Vergleich zu den tatsächlichen Zahlen bis heute
( 5 Jahre ) und prognostiziert für die folgenden 15 Jahre;

Die Investitionskosten, die hier für die energetische Sanierung des Hauses erforderlich waren, liegen bei etwa 68 000,- € (netto ) ; diese Zahl könnte niedriger sein, wenn man nur das Ziel „energetische Verbesserung“ verfolgt hätte – aber wenn nun schon Gerüste gestellt und Handwerker tätig werden, wird man mehr tun für ein gutes Erscheinungsbild und das Entscheidende : die Investition trägt sich trotzdem aus eingesparten Wärmekosten .

Natürlich muss man aktuell prüfen , welche Mittel zu welchen Bedingungen verfügbar sind ;
In dem folgenden Rechenbeispiel wurde ein KfW – Kredit
( 100% FK = 70 000,- € , 0% EK ) zugrunde gelegt :
Laufzeit 20 Jahre ; Verzinsung 2,35% .

Dabei ergibt sich der folgende „cash-flow „:

Die folgenden Parameter liegen zugrunde :

Abbau der Kreditschuld durch die vertragliche Tilgung ( 3500,- € / anno)
und durch die eingesparten Heizkosten ( siehe Diagramme )

Kostensteigerungen von Gas in den letzten Jahren ca 5% / anno
( … so fortgesetzt …)
Kostensteigerung der hier berücksichtigten Verwendung von Hackschnitzel
( ca 4% / anno )
( siehe Beitrag 150 : „ Kosten stabil… )

Die verwendeten Zahlen für anteilige Hackschnitzel sind nur ein Schätzung auf der Basis von beheizten Flächen, es ist eben ein „ Musterhaus „:
Eine Diskussion aller Zahlen für Hauptgebäude und Vorderhaus und Nahwärmeverbindung wird folgen – die Zahlen sind dann rechnerisch vollständig.

Einwände werden kommen und sie sind richtig : es gibt einen Zeitversatz zwischen den erforderlichen Zahlungen von Tilgung und Zins einerseits und den Einsparungen von Heizkosten andererseits : über die Laufzeit gesehen erscheint das objektiv nicht gravierend :
einer Vorleistung von ca 60 000 ,- € stehen ca 80 000,- geringere Ausgaben nach Ende der Laufzeit gegenüber

Bechreibung der Maßnahme an diesem Haus in den Beiträgen 66 +78 + 87 …

Es ist eindeutig : die Sanierung und Verbesserung wird getragen aus den ersparten Heizkosten und eine wesentliche Reduzierung von CO 2 und Ressourcen kommt hinzu …..
korrigierende Ergänzung 2013-11-25

Martin Aßmann, 2013-07-25 08:38